BEH009 Sebastian Arnold
Attempt to change a running system e.p.
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to be released 10.09.2010!
beeah–music 009
44min CD, Cardboard
Release 10.09.2010
Release Info
Sebastian Arnolds zweites Album fokussiert die überragende Live-Performance des Elektronik-Schlagzeugers konsistent durch die knappe Dreiviertelstunde Musik: lange Spannungsbögen und vordergründige Synthesizerlinien prägen die sechs Tracks, das Schlagzeug steuert die mitreißende Energie bei und führt detailverliebt durch die Arrangements. Der Titel ist dabei Programm: der Platte ist die Weiterentwicklung des Live-Sets hin zu stark elektronisch gefärbtem Postrock-Sound anzuhören: es wechseln sich klassische Songstrukturen in „4 years“ ab mit tanzbaren Elektrobeats und vertrackten Rhythmen bis hin zum Drum'n'Bass-Gewitter auf dem Spielautomaten-Song „Insert coin“.
Liner Notes
Sebastian Arnold - Attempt to change a running system e.p.Mein zweites Album soll die Entwicklungen darlegen, welche sich in den letzen Monaten des Konzertespielens und Systementwurfs zugetragen haben. Wichtig war mir hierbei zum einen die Konsistenz in der Songauswahl, zum anderen der direkte Bezug zu meinen Live-Performances an Synthesizer und Drumset. Alle Stücke sind auf der Bühne entstanden und sollen auch in dieser Form wiedergegeben werden. Der Titel ist eine Anlehung an das alte informatiker-Sprichwort "never change a running system", welches mir verständlicherweise in meiner musikalischen Laufbahn noch nie weiterhelfen konnte.
01. Bits keep moving (digital grain dance)Schon im Opener sollte man merken, dass eines der wichtigsten Konzepte auf dieser Platte der großzügige Umgang mit der Zeit geworden ist. Erst langsam schält sich der stampfende Four-to-the-floor-Beat heraus, aus einer Klangwolke aus Klavier (welches live in einen großartigen Granularsynthese-Patch auf dem G2 gesampled wird) und den tollen Gitarrenflächen von Jürgen Schwer, der mich hier und dort auch live unterstützt. Neben vielfältigsten Anklängen an den Vorgänger "mad scientist drummer" stellt der Song eine weitgezogene Variation über die eingeführten Klangelemente dar, umschlossen von der Klangwolke als große Klammer.
02. 4 yearsEin Song über eine tolle Zeit, die ich verbringen durfte! In seiner Struktur chronologisch aufgebaut, von vielen Stimmen- und Melodika-Loops geprägt, und mit sicherlich bei mir bisher ungehörtem Post-Rock-Einfluss. Das gesamte Synthesizerarrangement wird übrigens komplett über Drumpads gesteuert.
03. Falling and rising (on/off transition)"Falling and rising" beschreibt den Übergang von "On" nach "Off" und umgekehrt. Dieses epische Stück breitet sich unverschämt lange über die Zeit hinweg aus und fällt immer wieder in sich zusammen - doch jeder Auf- und Abbau gibt eine Energie frei, die einerseits eine ungeheure Spannung erzeugt, auf der anderen Seite aber auch jedesmal auf mich wie ein Befreiungsschlag wirkt. Die Komposition baut auf wenigen Schichten auf, die an klar definierten Punkten in den Song Ein- und Austreten. Die starke Differenz zwischen der hart verzerrten (und zufallsgenerierten) Drumsequenz und dem zu Beginn eingespielten Kalimba-Loop wird durch das Stück hinweg immer wieder neu betrachtet: die Verbindung schaffen die Synth-Chords, das E-Piano, und natürlich das Drumset.
04. Insert coinDieses Drum'n'bass-inspirierte Stück entstand als Zugaben-Improvisation auf einigen Konzerten, so dass es unbedingt noch mit auf die Platte musste. Es handelt sich um einen wildgewordenen Spielautomat, mit Anlehnung an typische Musikuntermalung der klassischen Arcade-Games. Der Aufnahmeprozess hat hierbei einen erheblichen Teil dazu beigetragen, das Arrangement auf wenige, aber einprägsame Parts zu reduzieren. Um das Ding so richtig zum flashen zu bringen, habe ich mir unvernünftigerweise erlaubt, das Live-Einspielen und Hochpitchen des Drumloops im finalen Mix auszulassen.
05. Attempt to change a running systemDas heimliche Titelstück beginnt mit der Kalimba und einem Solo am mit Glockenklängen elektrifiziertem Schlagzeug. Das Motiv wird dort weitergeführt und über eindrucksvolle breite Synthesizerchords entwickelt, bis sich der Song in einen grandiosen polyrhythmischen Groovepart steigert, in dem mir nichts anderes mehr blieb, als den Stecker zu ziehen.
06. SteveDer "Fünfer" ist eine ältere Komposition von mir, die eigentlich für ein Jazztrio gedacht war und auf einer 5/4-Clave basiert. Letztendlich entwickelte sich das Stück so sehr zum Markenzeichen (vor allem durch das Video meines allerersten Solo-Konzerts Anfang 2008), dass es doch noch auf aufgenommen werden musste. Und wie! Abermals habe ich mich für die Schließende Klammer des Songs (und Album) ans Klavier gesetzt, für die Gitarrengeräusche ist auch hier wieder Jürgen zuständig - als Ergebnis einer ersten erfolgreichen Zusammenarbeit auf der nachfolgenden Tour.
Media
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Sebastian Arnold Newsletter
Live Dates
07.09.10 Berlin – Arena Fuhrpark Berlin Music Week 16:30 im Garten der Entschleunigung
08.09.10 Berlin – King Kong Klub CD-Release Party
10.09.10 Berlin – LiederLauschen 3 Helmholtzplatz
17.09.10 Freiburg – White Rabbit Club Drei berliner One-Man-Bands Support: Undergrind
24.09.10 Zürich – Dock18 Konzert & Workshop
02.10.10 Berlin – Amigafestival 2010 Atelierhaus Mengerzeile
07.11.10 Berlin – Insel Berlin Lazy Sunday
